Foto: RsgBL

Offene Jugend und Oberschule Rosengarten: Das Schulpartnerprojekt mit Tansania

Große Freude in Rosengarten und Tansania: Zwei neue Unterrichtsräume für Physik und Chemie können an der Makomu Secondary School in Marangu in Tansania gebaut werden. Die Finanzierung steht. Das Geld hat die Tansania-Initiative im Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld zusammen bekommen. „Trotz Corona kann dieses Großprojekt jetzt richtig Fahrt aufnehmen“, sagt Diakon Olaf Schröder, der die Tansania-Initiative ehrenamtlich leitet. Gebaut wird ein neues Gebäude mit zwei Unterrichtsräumen für Physik und Chemie mit guter Fach-Ausstattung, Sammlungen, Waschbecken und Unterrichtsmaterialen. „Der Bau der neuen Unterrichtsräume ist unser bisher größtes Projekt mit dem längsten Vorlauf. Seit 2016 arbeiten wir an diesem Projekt“, sagt Schröder.

„Etwa 16.000 Euro haben wir in der Tansania-Initiative in den letzten Jahren durch Spenden eingenommen. So haben etwa Schülerinnen und Schüler der Oberschule Rosengarten bei ihren Sozialen Tagen tatkräftig für Tansania gesammelt. Leider musste der Soziale Tag in diesem Jahr wegen Corona ausfallen. Spenden wurden auch auf Flohmärkten, Weihnachtsmärkten und über Gottesdienstkollekten gesammelt“, sagt Schröder. Zwei große Zuwendungen erhielt die Initiative in diesen Tagen: „Je 10.000 Euro wurden uns von der BINGO Umweltstiftung und von Brot für die Welt zugesagt“, sagt Olaf Schröder.

Seit 2006 besteht seitens der Oberschule Rosengarten, der Offenen Jugend Rosengarten und der Ev.-luth. Kirchengemeinde Rosengarten eine Partnerschaft zur Kilaremo Primary School in Marangu und der Makomu Secondary School am Fuße des Kilimanjaros in Tansania. Durch Spenden konnten in den letzten Jahren viele Projekte realisiert werden, wie die Erneuerung von Dächern, der Bau von Öfen, Toiletten und die Ausstattung von Räumen.

Die Makomu Secondary School ist keine staatliche Schule, sie ist auf Initiative von Eltern gegründet worden. Die Schulbehörde zahlt nur das Geld für Lehrkräfte. Bei großen Investitionen ist die Schule daher auf Hilfe von außen angewiesen. 309 Mädchen und 221 Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren besuchen derzeit die Klassenstufen 8 bis 11 auf dieser Schule.

„Wir freuen uns riesig, dass der Bau starten kann. Es ist toll, dass die BINGO Umweltstiftung und Brot für die Welt unser Projekt anerkannt haben und unterstützen“, sagt Saskia Ogoniak. „Olaf Schröder hat einen großen Verdienst daran, dass das Projekt realisiert werden kann.

Er hat die Anträge an die BINGO Umweltstiftung und Brot für die Welt gestellt, er hält den Kontakt zur Schule in Tansania und leitet unsere Gruppe hier“, sagt Ulrich Ohm. Beide engagieren sich in der Tansania-Initiative und haben die Schule in Tansania bereits besucht.

Die Corona-Krise wird den Bau aller Wahrscheinlichkeit nicht beeinträchtigen. Die Schule war seit März wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Der Schulbetrieb hat aber Ende Juni wieder begonnen. Zehn Monate Bauzeit sind veranschlagt. Vor Ort übernehmen viele Freiwillige noch Bauarbeiten, sie stellen etwa Holz bereit, heben das Fundament aus, bewegen Erdmassen und sind beim Bau dabei.

Wer die Tansania-Initiative unterstützen will, ist herzlich dazu eingeladen. Die Gruppe trifft sich immer am letzten Donnerstag des Monats um 19 Uhr im Jugendzentrum (youZ) Nenndorf, Auf dem Ast 2, 21224 Rosengarten. Alle Informationen über die Initiative sind auf der Homepage der Offenen Jugend Rosengarten zu finden: https://www.jugend-rosengarten.de/ tansania/

Weitere Informationen bei Olaf Schröder: Telefon 04183 / 774 911, Mail: olaf.schroeder@jugend-rosengarten.de

Wer spenden möchte, kann einen Betrag auf das Spendenkonto überweisen:
Spendenkonto:
Kirchenkreisamt Winsen

Sparkasse Harburg-Buxtehude
IBAN: DE69 2075 0000 0007 0066 12 Verwendungszweck: Hilfe
für Marangu/Tansania. – 9130 1423 01

 

 

Hilfe für Straßenkinder in Kolumbien

Seit 1990 unterstützt die Kirchengemeinde Rosengarten Patenkinder und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Kolumbien.

Kolumbien liegt im Norden Südamerikas. Obwohl das Land in den letzten Jahrzehnten ein hohes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte, ist Armut sehr verbreitet. Darunter leiden vor allem die Kinder. Viele stammen aus Familien, die nicht in der Lage sind, die Grundbedürfnisse ihres Nachwuchses zu befriedigen, ihre Kinder angemessen zu ernähren, ausbilden zu lassen und ihnen eine befriedigende Zukunftsperspektive zu eröffnen.

1985 wurde von Familie Sonntag aus Jesteburg der gemeinnützige Verein "Kinderhilfe für Kolumbien e.V." gegründet. Er vermittelt nicht nur Patenschaften, sondern betreibt auch Tagesstätten und Schulen und bietet Hilfe für Straßenkinder.

Die Kirchengemeinde Rosengarten sammelt Spenden und Kollekten für den Verein und hat schon mehrere Patenkinder begleitet. Zurzeit unterstützt sie das "Haus Ursula", eine KiTa und Babykrippe in Popayan.

Besonders freut sich die Kirchengemeinde über den Werdegang ihres ehemaligen Patenkindes Katherine: Sie arbeitet heute als Erzieherin und Lehrerin in einer der Einrichtungen.

Hier erfahren Sie mehr über die KinderhiIfe für Kolumbien e.V.

 

Partnerschaftsprojekt des Kirchenkreises Hittfeld

Seit 1993 unterhält der Kirchenkreis Hittfeld eine Partnerschaft mit der Stadt San Jorge im mittelamerikanischen El Salvador.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Das Hühnerprojekt in San Jorge

Das unter dem Namen "Hühnerprojekt" bekannt gewordene Projekt in der Partnergemeinde des Kirchenkreises in El Salvador geht in die dritte Phase. Hühner sind hierbei nur Mittel zum Zweck. Es geht hier tatsächlich um eine Anleitung zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Selbstorganisation, Hilfe zur kommunalen Stärkung und noch vieles mehr. Das Projekt ist überaus erfolgreich: "Über 80 % der bisher vom Projekt Begünstigten konnten tatsächlich nach Ablauf der Aufbauphase ihren Anteil an Hühnern an "die Nächsten" weitergeben. Ein riesiger Erfolg für Projekte dieser Art", sagt Pastor Peter M. Schwarz vom El-Salvador-Ausschuss des Kirchenkreises. Hier sein Bericht:

Es ist ein Kampf um die eigene Existenz. Hunger, Dürren und Überschwemmungen, kurz: Naturkatastrophen unterschiedlichster Art, machen das Überleben schwer. Seit 2009 unterstützt der Kirchenkreis Hittfeld durch Spenden die Arbeit der Nicht-Regierungs­organisation OIKOS Solidaridad in der Partnergemeinde San Jorge und Piedra Azul. Diese Organisation hat die notwendigen Kontakte in der Region, die Nähe zu den Menschen und bietet uns sowie der Gemeinde vor Ort die nötige Kooperation.

Tatsächlich wurden zunächst Hühnerställe gebaut und mit Leben gefüllt. Aber es ist ein langer Weg mit viel Eigenarbeit. Da müssen zunächst die Begünstigten ausgewählt werden. In der Regel sind dies Frauen und Mütter, die dringend dieser Unterstützung zum täglichen Überleben benötigen. Aber sie sollen auch in der Lage sein, eigenständig die Erträge zu verwalten, Überschüsse zu erwirtschaften und an andere weiterzugeben, die Interesse haben, sich gemeinschaftlich zu organisieren. Sie sollen also für die Gemeinschaft solidarisch denken und arbeiten lernen. Hinzu kommen Wiederaufforstungskampagnen, in die auch die Jugendlichen der Gemeinden Piedra Azul und San Jorge eingebunden sind. Das ist hier dringend notwendig, denn die Region ist ökologisch sehr angegriffenen und verwundbar. Gemeinsam wurden Gräben ausgehoben um tropischen Starkregen nicht die Berghänge abschwemmen zu lassen. Gemeinsam nahm man an einer regionalen Saatgutmesse teil, verkaufte eigene Produkte, organisierte sogar den Aufbau / Abbau mit.

Unser Dank geht dafür unbedingt an OIKOS, ohne deren unermüdliche Begleitung diese Arbeit nicht möglich wäre.

Unser Dank geht vor allem aber auch an Sie, liebe SpenderInnen und auch LeserInnen, die das Projekt unterstützen oder durch Ihr Interesse an dieser Arbeit weitertragen! Denn, so wie das Projekt läuft, läuft es fantastisch!