Hilfe für Straßenkinder in Kolumbien

Seit 1990 unterstützt die Kirchengemeinde Rosengarten Patenkinder und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Kolumbien.

Kolumbien liegt im Norden Südamerikas. Obwohl das Land in den letzten Jahrzehnten ein hohes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatte, ist Armut sehr verbreitet. Darunter leiden vor allem die Kinder. Viele stammen aus Familien, die nicht in der Lage sind, die Grundbedürfnisse ihres Nachwuchses zu befriedigen, ihre Kinder angemessen zu ernähren, ausbilden zu lassen und ihnen eine befriedigende Zukunftsperspektive zu eröffnen.

1985 wurde von Familie Sonntag aus Jesteburg der gemeinnützige Verein "Kinderhilfe für Kolumbien e.V." gegründet. Er vermittelt nicht nur Patenschaften, sondern betreibt auch Tagesstätten und Schulen und bietet Hilfe für Straßenkinder.

Die Kirchengemeinde Rosengarten sammelt Spenden und Kollekten für den Verein und hat schon mehrere Patenkinder begleitet. Zurzeit unterstützt sie das "Haus Ursula", eine KiTa und Babykrippe in Popayan.

Besonders freut sich die Kirchengemeinde über den Werdegang ihres ehemaligen Patenkindes Katherine: Sie arbeitet heute als Erzieherin und Lehrerin in einer der Einrichtungen.

Hier erfahren Sie mehr über die KinderhiIfe für Kolumbien e.V.

 

Ehemaliges Patenkind KATHERINE SOLANO MENESES

Katherine ist immer noch sehr fröhlich, charismatisch, sanft und lieb. Auch ist sie eine Jugendliche, die sich sehr von den anderen Mädchen ihres Umfeldes unterscheidet, indem sie ihr Interesse auf das Lernen und die Kinderhilfe konzentriert. Sie ist höflich, zuverlässig, sehr hilfsbereit, pünktlich und hat ein gutes Verhältnis zu ihren Kameraden. Sie beteiligt sich sehr gerne an jeder der Aktivitäten, die wir im Verein anbieten.

In den 13 Jahren und 7 Monaten, die Katherine von der Kinderhilfe behütet und betreut werden konnte, hat sie große Fortschritte gemacht. Ein Beweis dafür ist der Abschluss der Sekundarstufe, wie immer mit sehr guten Ergebnissen, natürlich auch dank der ständigen Hilfe in der Kinderhilfe und ihrer großen Zuverlässigkeit und der Anforderungen, die sie an sich selber stellt.

Wegen dieser guten Entwicklung, gibt ihr die Kinderhilfe über ihre Paten, die Chance, an einer Universität zu studieren. Sie bekommt eine Probezeit, in der sie weiterhin ihr großartiges Zugehörigkeitsgefühl zum Verein beweisen und natürlich vollkommen den Anforderungen des Studiums gerecht werden muß. Katherine hat sich dazu entschlossen, ein Fach zu studieren, das mit Erziehung und Pädagogik zu tun hat.

Sie sind natürlich der Kinderhilfe und besonders den Paten sehr dankbar, die so lange Zeit  hindurch Katherine unterstützt haben und damit auch ihre Familie, damit sie all ihre Ziele erreichen konnte, die sie sich bis jetzt gesetzt hat. Auch wurde der Jugendlichen damit ermöglicht, in diesem heilen Umfeld aufzuwachsen und ihr geholfen, mit der einzigen Absicht, dass sie ein besserer Mensch werden kann und sich ihre Lebensqualität mit jedem Tag besserte.

Den aktuellen Quartalsbericht können Sie hier lesen.

Offene Jugend und Oberschule Rosengarten: Das Schulpartnerprojekt mit Tansania

Hilfe zur Selbsthilfe für Marangu in Tansania am Fuße des Kilimanjaro:

„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern, können nur zusammen das Leben bestehn.“

So lautet ein afrikanisches Sprichwort. Worte, die wie ein Leitspruch über all unseren Bemühungen stehen.

Auf der Basis unseres Partnerschaftsprojektes lassen wir uns auf eine völlig fremde Kultur ein, um uns von dieser bereichern zu lassen. Wir wollen dem Fremden begegnen, das Fremde erleben, gemeinsam aktiv sein, gegenseitig Vorurteile abbauen, in eine ganz andere Welt eintauchen und darüber hinaus konkrete Hilfe zur Selbsthilfe leisten, um auf der Welt einen Ausgleich zu schaffen und ein Stück näher zusammenzurücken.

Seit 2006 pflegen die Offene Jugend Rosengarten und die Oberschule Rosengarten enge Kontakte zum kleinen Ort Marangu in Tansania. Hier am Fuße des Kilimanjaro fördern wir vorrangig die Entwicklung einzelner Schulen und übernehmen Schulgeldpatenschaften für einzelne Jugendliche. Gerade die Förderung in diesen Bereichen verstehen wir als wichtigen Beitrag für die Zukunft der Menschen dieses Landes.

Durch den direkten Kontakt zur Primary School Kilaremo und die Makomu Secondary School in Marangu und die regelmäßigen Besuche vor Ort sind wir in der Lage, sehr anschaulich über das alltägliche Leben und die Lebensbedingungen in Tansania, wie auch detailliert über den Stand der Projekte und die Verwendung der Spendengelder zu berichten.

Durch die Kooperation von Offener Jugend und Oberschule Rosengarten erfolgt dies auf sehr vielfältige Weise. So berichten wir bei Projekten in einzelnen Klassen oder bei besonderen Aktionen im Rahmen des Schullebens an der Oberschule, zudem in den Kirchengemeinden, bei Angeboten der Offenen Jugend und weit darüber hinaus.

Über die Offene Jugend, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet, wird es auch Jugendlichen anderer Schulformen möglich, sich in die Partnerschaftsarbeit einzubringen. Auf diese Weise können sich auch ehemalige Schülerinnen und Schüler der Oberschule weiter für unser Projekt engagieren.

Karibu - Willkommen!

In der Offenen Jugend und an der Oberschule Rosengarten treffen sich interessierte Jugendliche, um mehr über Tansania zu erfahren und gemeinsam aktiv zu werden. Sie bereiten Aktionen vor, um auf die spezielle Situation in Tansania und in der Region Marangu aufmerksam zu machen. Öffentlichkeitswirksam wird so für die Hilfe zur Selbsthilfe geworben.

Durch die eingeworbenen Spenden konnten wir bereits eine Menge für die Kinder und Jugendlichen in Marangu erreichen.

Aktuelle Informationen und was wir bis heute alles erreicht haben und wofür die Spendengelder verwendet wurden, lässt sich ausführlich und mit vielen Bildern auf der Homepage der Offenen Jugend Rosengarten www.jugend-rosengarten.de -> Projekte -> Tansania nachlesen.

Jugendliche, die sich mit uns für Marangu engagieren möchten, sind uns jederzeit herzlich willkommen. Sprich uns einfach an und mach mit! Die Projektgruppe trifft sich einmal im Monat im Jugendzentrum (youZ) Nenndorf, Auf dem Ast 2, 21224 Rosengarten 

Kontakt: Olaf Schröder, Tel.: 04183 774 909, e-mail: olaf.schroeder(at)jugend-rosengarten.de

Partnerschaftsprojekt des Kirchenkreises Hittfeld

Seit 1993 unterhält der Kirchenkreis Hittfeld eine Partnerschaft mit der Stadt San Jorge im mittelamerikanischen El Salvador.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Das Hühnerprojekt in San Jorge

Das unter dem Namen "Hühnerprojekt" bekannt gewordene Projekt in der Partnergemeinde des Kirchenkreises in El Salvador geht in die dritte Phase. Hühner sind hierbei nur Mittel zum Zweck. Es geht hier tatsächlich um eine Anleitung zur Selbsthilfe, Unterstützung bei der Selbstorganisation, Hilfe zur kommunalen Stärkung und noch vieles mehr. Das Projekt ist überaus erfolgreich: "Über 80 % der bisher vom Projekt Begünstigten konnten tatsächlich nach Ablauf der Aufbauphase ihren Anteil an Hühnern an "die Nächsten" weitergeben. Ein riesiger Erfolg für Projekte dieser Art", sagt Pastor Peter M. Schwarz vom El-Salvador-Ausschuss des Kirchenkreises. Hier sein Bericht:

Es ist ein Kampf um die eigene Existenz. Hunger, Dürren und Überschwemmungen, kurz: Naturkatastrophen unterschiedlichster Art, machen das Überleben schwer. Seit 2009 unterstützt der Kirchenkreis Hittfeld durch Spenden die Arbeit der Nicht-Regierungs­organisation OIKOS Solidaridad in der Partnergemeinde San Jorge und Piedra Azul. Diese Organisation hat die notwendigen Kontakte in der Region, die Nähe zu den Menschen und bietet uns sowie der Gemeinde vor Ort die nötige Kooperation.

Tatsächlich wurden zunächst Hühnerställe gebaut und mit Leben gefüllt. Aber es ist ein langer Weg mit viel Eigenarbeit. Da müssen zunächst die Begünstigten ausgewählt werden. In der Regel sind dies Frauen und Mütter, die dringend dieser Unterstützung zum täglichen Überleben benötigen. Aber sie sollen auch in der Lage sein, eigenständig die Erträge zu verwalten, Überschüsse zu erwirtschaften und an andere weiterzugeben, die Interesse haben, sich gemeinschaftlich zu organisieren. Sie sollen also für die Gemeinschaft solidarisch denken und arbeiten lernen. Hinzu kommen Wiederaufforstungskampagnen, in die auch die Jugendlichen der Gemeinden Piedra Azul und San Jorge eingebunden sind. Das ist hier dringend notwendig, denn die Region ist ökologisch sehr angegriffenen und verwundbar. Gemeinsam wurden Gräben ausgehoben um tropischen Starkregen nicht die Berghänge abschwemmen zu lassen. Gemeinsam nahm man an einer regionalen Saatgutmesse teil, verkaufte eigene Produkte, organisierte sogar den Aufbau / Abbau mit.

Unser Dank geht dafür unbedingt an OIKOS, ohne deren unermüdliche Begleitung diese Arbeit nicht möglich wäre.

Unser Dank geht vor allem aber auch an Sie, liebe SpenderInnen und auch LeserInnen, die das Projekt unterstützen oder durch Ihr Interesse an dieser Arbeit weitertragen! Denn, so wie das Projekt läuft, läuft es fantastisch!